Ablösung von Jaschinski: Loyalität zu Oettinger befindet sich „im Zerfall“

Veröffentlicht am 08.05.2009 in Landespolitik

Ute Vogt: „Strategie, Taktik, Stil, Umgang – alles eine einzige Katastrophe zu Lasten unserer Landesbank“

Die SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt hat Ministerpräsident Oettinger in Bezug auf die Ablösung des bisherigen LBBW-Chefs Jaschinski „komplettes Regierungsversagen“ vorgeworfen. „Strategie, Taktik, Stil, Umgang – alles eine einzige Katastrophe zu Lasten von Personen und vor allem zu Lasten unserer Landesbank“, erklärte die SPD-Chefin.

„Herr Oettinger hat diese Situation an die Wand gefahren“, so Vogt. „Solche Fehleinschätzungen von vorne bis hinten hat es in Baden-Württemberg seit vielen Jahren nicht mehr gegeben.“

Die SPD-Vorsitzende sagte, Oettinger sei angesichts des Showdowns offenbar nicht mehr in der Lage, sich gegen die Ränkespiele der FDP, vor allem aber auch der eigenen CDU-Landtagsfraktion durchzusetzen, die ihn in dieser Situation habe „im Regen stehen lassen“.

Die Koalition sei „morsch“ und die Loyalität zum Regierungschef befinde sich „im Zerfall“, so Vogt. „Es ist kein Grund zur Freude, dass dies in der Wirtschaftskrise schlicht so festgestellt werden muss.“

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