Bericht zum 87. Todestag von Friedrich Ebert

Veröffentlicht am 05.03.2012 in Reden/Artikel

Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages mit Marlen Pankonin, stellvertretende Vorsitzende der SPD Heid

Anlässlich des 87. Todestages des Reichspräsidenten Friedrich Ebert ist auf Einladung der Reichspräsident-Ebert-Gedenkstätte der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse nach Heidelberg gekommen, um nachmittags bei der jährlichen Kranzniederlegung zu sprechen und abends einen Vortrag über das Thema „Erinnern um der Demokratie willen“ zu halten.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen Friedrich Eberts, dem ersten demokratischen Staatsoberhaupt Deutschlands und engagierten Sozialdemokraten. Nach der Kranzniederlegung auf dem Bergfriedhof würdigte Wolfgang Thierse dessen Verdienste um die junge Weimarer Republik und mahnte sogleich, dass es nie mehr wieder eine „Demokratie ohne Demokraten“ geben dürfe, was Weimar bekanntlich zum Verhängnis wurde.

Abends fand man sich in der Reichspräsident-Ebert-Gedenkstätte zusammen, wo sich über 180 Leute einfanden, um Wolfgang Thierses Vortrag zu besuchen. Der Redner sollte keinen enttäuschen. Sein sehr pointierter und kurzweiliger Vortrag war ein Plädoyer für die Demokratie, in dem er mahnte, dass „Demokratie nicht selbstverständlich sein darf. Wir alle müssen ein gemeinsames Interesse daran haben, dass sie immer wieder neu gelernt werden muss und somit vital bleibt.“ Hierbei betonte der Bundestagsvizepräsident, dass jede Generation ihren eigenen Zugang zu der bewegten deutschen Geschichte finden und die daraus richtigen Schlüsse für die Gegenwart ziehen müsse. Geschichte ist somit mehr als aufgeklärtes Wissen. Sie ist der Schlüssel, um zu verstehen wer wir heute eigentlich sind und warum wir alle Verantwortung und Sensibilität für unser Tun in uns tragen.

Auch auf das Thema Rechtsextremismus ging Thierse ein. Er befürwortet ein Verbot der NPD, doch ist ihm bewusst, dass man durch Verbote kein Gedankengut vernichten könne. „Die Weimarer Republik ging zu Grunde, weil sie von zu wenigen zu lasch und zu spät verteidigt wurde.“, so Wolfgang Thierse. Hieraus schloss er, dass die Wehrhaftigkeit der Demokratie nicht alleine die Aufgabe des Staates sein kann und darf, sondern der Rechtsextremismus vor Ort bekämpft werden muss. „Die Demokratie muss wehrhaft sein!“, schloss der Bundestagsvizepräsident seine Rede.

T.Sicks & M.Pankonin

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